Lymphdrainage

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Die manuelle Lymphdrainage (ML) ist eine Form der physikalischen Therapien, mit breit gefächertem Anwendungsgebiet.

Die vier Grundgriffe nach Vodder (dänischer Physiotherapeut) sind: stehender Kreis, Pumpgriff, Schöpfgriff und Drehgriff, sie werden an die verschiedenen Körperregionen angepasst.

Durch die verschiedenen Grifftechniken soll das Lymphsystem aktiviert werden, indem vor allem die Pumpleistung der Lymphgefäße, genauer der Lymphangione, verbessert werden soll. Die Frequenz der Lymph(angion)gefäße beträgt unter Ruhebedingungen ca. 10–12 Kontraktionen pro Minute, diese kann gesteigert werden. Der Therapeut erzeugt durch die Griffe mit wechselnden Druck einen Reiz für das Gewebe. Die glatten (unwillkürlichen) Muskelzellen der Lymph(angion)gefäße beantworten diesen Reiz mit erhöhter Pumpfrequenz und meist einer erhöhten Durchflussrate.

 

Als Lymphe (v. lateinisch lympha, meist im Plural lymphae ‚klares Wasser‘), wird die in den Lymphgefäßen enthaltene wässrige hellgelbe Flüssigkeit bezeichnet, die das Zwischenglied zwischen der Gewebsflüssigkeit (Interzellularflüssigkeit) und dem Blutplasma bildet. Das Lymphsystem mit den Lymphgefäßen als Leitungsbahnen ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem im menschlichen Körper. Es ist auf den Transport von Nähr- und Abfallstoffen spezialisiert und entsorgt in den Lymphknoten auch Krankheitserreger wie Bakterien und Fremdkörper.

 

Indikationen für eine Lymphdrainage können sein, Ödeme, Schwellung und Stauung durch Schwächen im Lymphsystem selber, durch Zerrung, Verstauchung, Operation, Entfernung von Lymphknoten uvm.